Beginnen möchte ich meine kleine Serie über die Ernährung des Hundes mit dem Thema Trockenfutter.

Trockenfutter für Hunde

Die Vorteile

Zunächst möchte ich auf die wirklich unbestreitbaren Vorteile des Trockenfutters eingehen. Und dies sind die Beschaffung und die Lagerung. Das Trockenfutter ist in Säcken verschiedener Größen abgepackt und sogar in jedem Supermarkt oder bei den Discountern erhältlich. So ist es möglich, bei dem regulär stattfindenden Einkäufen seinem Hund das Futter mit einzukaufen. Ebenso ist es mit der Hilfe eines Messbechers sehr einfach, die benötigte Menge zu portionieren.

Nun möchte ich darauf eingehen, warum aus meiner Sicht Trockenfutter eher abzulehnen ist.

Trockenfutter ist — egal wie viel es kostet — die unnatürlichste Nahrung für Hunde. Es wird neben den normalen Verarbeitungsprozessen getrocknet, das heißt, es wird zwangsläufig zweimal auf 160 Grad Celsius erhitzt, um es haltbar zu machen. Ein Großteil der gesunden und notwendigen Inhaltstoffe eines guten Futters wird hierdurch zerstört, so dass es kaum noch Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren oder Enzyme enthält.

Ein Hund, der ausschließlich mit Trockenfutter gefüttert wird, muss die dreifache Menge an Flüssigkeit zu sich nehmen, um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen — dies macht ein Hund jedoch nicht. Aus diesem Grund wird der Harn stärker konzentriert, was zur Folge hat, dass die Blase aufgrund des geringeren Harnvolumens weniger oft entleert wird.

Daraus können negative Begleiterscheinungen wie Harngrieß, Harnsteine und andere Nierenerkrankungen folgen. Der Körper kann seine Organe nicht mehr richtig entgiften, es folgen daraus resultierend Hautkrankheiten und multiple Organleiden.

Oft hört man, auch von Beratern im Fachgeschäft, dass Trockenfutter einen wichtigen Beitrag zur Zahngesundheit hat. Allerdings verfügen Hunde über ein Scherengebiss. Das bedeutet, dass die Kaubewegung sich auf ein Auf- und Abwärtsbewegen des Kiefers beschränkt. Die eigentliche seitliche Kaubewegung findet nicht statt, sondern die Hunde brechen die Stücke lediglich auf ein schluckbares Maß herunter, was den Zähnen kaum Nutzen bringt.

Ganz wichtig ist, wenn der Hund lediglich mit Trockenfutter gefüttert werden soll, das es als Alleinfuttermittel deklariert ist. Wenn es das nicht ist, treten zwangsweise Mangelerscheinungen auf. Dies ist jedoch nicht nur beim Trockenfutter so und daher werde ich in meinem nächsten Artikel zur Ernährung des Hundes auf das Thema Nassfutter aus der Dose eingehen.


Meine bisherigen Artikel zur Ernährung des Hundes